Ein paar Tipps und Anregungen, ein paar Hinweise zum Thema Ehrungen

Verfasser Manfred Pawlita

Tipps zu Ehrungen

Seit fast drei Jahrzehnten darf ich Menschen Danke sagen. Es freut uns im Team des Sportkreises Ostalb immer, wenn unsere Sportvereine verdiente VereinsmitarbeiterInnen ehren wollen und der Sportkreis die Überreichung der Ehrung vornehmen kann. Glauben Sie mir – es ist trotz so vieler Ehrungen, die ich schon überreichen durfte, immer noch eine Ehre und ein Herzensanliegen, auf diese Weise DANKE zu sagen.

Die dazu notwendigen Unterlagen - die Ehrungsanträge und die Richtlinien sind bekannt oder können im Intranet meinwlsb.de eingesehen werden.

Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich jederzeit an die Geschäftsstelle des Sportkreises Ostalb oder an unseren Ehrungsbeauftragten wenden. Sind beide gerade nicht erreichbar, sprechen Sie bitte ihr Anliegen auf den Anrufbeantworter in der Geschäftsstelle. Wir werden Sie sobald als möglich zurückrufen. Und wenn es etwas schwieriger wird, gerne stehe ich Ihnen auch persönlich mit meiner Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Thema Ehrungen möchten wir einige wenige Tipps geben:

•     Ehrungen sind letztlich Öffentlichkeitsarbeit ihres Sportvereins

•     Ehren heißt Danken und Würdigen: … oder anders gesagt: Loben, Anerkennen und Würdigen

•     Ein würdiger Rahmen, in dem die Ehrung/en vorgenommen werden, sollte im Interesse der verdienten zu ehrenden VereinsmitarbeiterInnen selbstverständlich sein

•     Festzelte eignen sich nicht gut als würdiger Rahmen

•     Grundsätzlich können nur aktive VereinsmitarbeiterInnen geehrt werden. Bereits ausgeschiedene MitarbeiterInnen können nicht mehr geehrt werden. Bitte beantragen Sie die Ehrungen rechtzeitig

•     In jedem Verein sollte es eine (einen) ‘Ehrungsbeauftragte(n)’ geben, (der) die als fester Ansprechpartner für das Thema Ehrungen zur Verfügung steht. Diese Funktion muss nicht gewählt werden – sie kann „berufen werden “ vom Vorstand. Das heißt nicht, dass die Ehrungsausschüsse dort, wo es diese noch gibt, aufgelöst werden müssen. Ganz bestimmt nicht!

•     Durchforsten Sie mal – ein richtiges Mal Ihre Ehrungsordnung. Wie viele Menschen ehren wir wann (nach wie vielen Jahren…), denken Sie mal darüber nach, warum jemand Ehrenmitglied wird: weil ER/Sie es verdient haben oder weil es ein eingerichteter Automatismus ist (Lebensalter und Anzahl der Mitgliedsjahre)

•     Vermeiden Sie „Überhäufungen von Einzelnen“ an einem Abend. Es versteht niemand, warum jemand gleich drei oder gar noch mehr Ehrennadeln auf einmal erhält. Verteilen Sie diese (WLSB/ Sportkreise/ Fachverbände/ Jugendorganisationen z. Bsp. WSJ, …) auf mehrere Jahre, dann können Sie viel öfters Danke sagen.

•     Vergessen Sie niemanden und denken Sie immer auch und ganz besonders an den Vorsitzenden, wenn dieser selber über die Ehrungen „wacht“.

 

Und zum Zeitungsbericht über Ehrungen sei auch noch einiges gesagt:

·        Ehrungen im Pressebericht: So können Vereine den Medien und sich selber helfen

√  Auswählen ist elementar: Viele Zeitungen veröffentlichen in der Regel keine Namen von Mitgliedern, die für zehn oder 20-jährige einfache Mitgliedschaft geehrt werden. Ab 25 Jahren (übrigens das erste „echte“ Jubiläum als Mitglied) nennen sie gerne Namen.

√  Wer ist der Star? Lösen Sie sich im Bericht von ihrer Ehrenordnung: Wer die höchste Anerkennung hat, ist am Wichtigsten und kommt am Anfang des Berichts. Also 60 Jahre vor 50 Jahren, 40 Jahre vor 25 Jahren. Zudem sollte der Bericht widerspiegeln, wer tatsächlich der „Star der Ehrung“ war. Ein scheidender Jugendtrainer mag zwar „nur“ einen Geschenkkorb erhalten haben, ist aber im Verein eine Legende. Ein passives Mitglied erhält eine Goldene Nadel, ließ sich aber seit Jahren nicht mehr blicken. Sorgen Sie für eine Rangfolge – wie soll es sonst die Zeitung tun?

√  Ehrungen sind Mehr als nur Protokoll: Gerade bei ihren „Stars“ darf es weiß Gott mehr als nur die Namensnennung sein. Achten Sie auf die Laudatio. Ein Trainer hat 3000 Trainingsstunden (JA – diese Menschen gibt es!) geleitet? Ein Mitglied zahlte seinen ersten Vereinsbeitrag noch mit Reichsmark? Das sind Schmankerl, die sie bei den „Hauptdarstellern“ des Abends ruhig einbauen können. Es liest sich auch interessanter als die hölzerne Floskel „Der Vorsitzende dankte ihm.“

√  Ehren erklären: Kennen Sie die Super-Duper-Vereinsehrennadel - falls es sie denn geben sollte? Eher nicht! Warum aber sollte jemand Ihre Auszeichnungen kennen und einordnen können? Schreiben Sie also ruhig dazu, dass jemand das 15. Ehrenmitglied des Vereins ist oder mit der Goldenen Ehrennadel unseres WLSB die höchste Auszeichnung erhielt,

√  Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Vereinsehrungen dauern oft über Stunden, es werden teils wahre Hundertschaften von Mitgliedern geehrt. Das ganze fällt dann gerne in die Hochsaison der Hauptversammlungen, und die Zeitungen ächzen in diesen Zeiten unter der Materialflut. Muss wirklich immer Alles auf Einmal und sofort gesagt werden? Wenn der Vorsitzende eine Frauensportgruppe würdigt, die seit 25 Jahren ganz selbstverständlich das Sportvereinsheim pflegt, gilt das doch für das ganze Jahr und wäre in der Jahreszeit mit mehr Schmutz schöner als im Mai Einfach mal ein Bild von der Arbeit machen und die Gruppe „live“ vorstellen – die ehrenden Worte des Vorsitzenden passen dann doch auch noch wunderbar.

√  Die hohe Schule - Das Portrait: Die „hohe Schule“ bezieht sich beim Portrait einer Vereinslegende nicht auf das Schreiben. Das würde, das kann dann bestimmt die Zeitung übernehmen, wenn man den Kontakt mit ihr sucht. Schwierig ist es hier sicher, nur in echten Ausnahmefällen tätig zu werden. Das Portrait eines Vorsitzenden, der nach 60 Jahren aus dem Amt scheidet, ist sicher eine gute Idee. 29 Portraits von geehrten Jedermanns- Sportstundenteilnehmern eher nicht. Im Zweifelsfall hilft fragen bei der Zeitung. Ihre zuständige Redaktion hat strenge, aber eben unabhängige Maßstäbe. Und wenn eine Geschichte wert ist, erzählt zu werden, werden die Zeitungen diese auch erzählen – Ehrensache.

 

       Ein Bild ehrt mehr als tausend Worte

√  Ein gutes Ehrungsbild kann nicht während der Verleihung der Ehrung selbst entstehen. Bitten Sie die Geehrten nach (oder warum nicht vor) der Verleihung zur Seite und nehmen Sie dann in Ruhe ihr Bild auf.

√  Beim Ehrungsbild für die Zeitung geht es um die wichtigsten Geehrten. Sonst um gar nichts. Bilder von Hundertschaften der Vereinsjugend, vom Vereinslogo auf der Bühne oder den Freunden und Verwandten der Geehrten sind nicht geeignet. Auch muss nicht die gesamte Vorstandschaft samt Ehrengästen neben den Jubilaren posieren.

√  Nehmen Sie ein Foto für die Medien auf und stellen Sie dort die allerwichtigsten Geehrten zusammen. Ein Abdruck mehrerer Bilder („Hier noch die 20-Jährigen“) ist immer öfter unmöglich.

√  Suchen Sie sich für Ihr Bild einen Ort mit ruhigem, nicht störenden Hintergrund. Auch wenn Sie einen Blitz verwenden, sollte es hell sein. Bitte keine Urkunden ins Bild halten, sie reflektieren oft das Licht und überschatten die Geehrten.

√  Sorgen Sie für ein gefülltes Format: Stellen Sie die Geehrten dynamisch zusammen und nicht in einer Reihe auf.

√  Senden Sie den Medien nur Bilder in einer guten Auflösung. Ganz einfache Regel: Das Bild muss am Computer den kompletten Bildschirm füllen können und muss dann noch ganz scharf sein.

 

Ehrungen unseres WLSB und Ehrungen der WSJ sind grundsätzlich in unserem Intranet meinwlsb.de nur digital zu beantragen. Jeder Sportverein hat seinen Zugang zu diesem Intranet. Ehrungen nach den Richtlinien unseres Sportkreises Ostalb können nur direkt bei unserer Geschäftsstelle beantragt werden.

 

Wir freuen uns auf ein gutes Miteinander in der Ehrungskultur!

Manfred Pawlita Vorsitzender Sportkreis Ostalb


13 Punkte Katalog zur Eigenverantwortlichkeit im Ehrenamt

1.      Ergründe die Motive für die eigene Arbeit und die der Mitarbeiter: Hier gilt es eine gemeinsame Schnittmenge  zu finden.

2.      Schaffe Klare Zielvereinbarungen

3.      Baue Hierarchieebenen durch völlige Transparenz der Arbeit ab.

4.      Schaffe Freiräume unter Beibehaltung einer Rechenschaftspflicht.

5.      Setze konsequent Beschlüsse um.

6.      Lobe und sage Danke! Auch MitarbeiterInnen sind emotionale Wesen, die sich freuen, wenn sie gelobt werden. Es gibt nur wenige Menschen, die unabhängig von der Zustimmung und der Meinung anderer leben können.

7.      Merke Dir, dass Ehrenamt kein Automatismus ist. Wir sind alle ehrenamtlich tätig. Daraus folgt, dass nichts "automatisch“ funktionieren muss.

8.      Vergesse Deine eigenen Zeitmaßstäbe. Nicht jeder hat für die gemeinsame Sache die gleiche Menge an Zeit zur Verfügung.

9.      Schaffe ein Klima der Freude. Der Spaß an der Sache muss immer im Vordergrund stehen.

10.   Sei motiviert! Nur wer selbst motiviert ist, kann andere motivieren,

11.   Unterstütze Deine Unterstützer. Man kann niemandem etwas beibringen, man kann jedem nur helfen, es in sich selbst zu finden.

12.   Behandle einen ehrenamtlich Tätigen wie er ist und er wird schlechter. Behandle ihn wie er sein könnte -  und  er wird besser.

13.   Im Ehrenamt sollten Dinge wie Eigenverantwortung, Kreativität und die Umsetzung eigener Ideen gefragt und möglich sein. Der ehrenamtlich Tätige darf nicht das Gefühl haben, er sei lediglich ein Befehlsempfänger des Vorstands.

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